Schutzimpfungen
Bis in das vorletzte Jahrhundert gab es noch keine Schutzimpfungen, wodurch sich Seuchen oder Epidemien immer wieder ungehindert ausbreiten konnten. Die Seuchen stellten für die Menschheit eine große Bedrohung dar, weil immer wieder zigtausende Menschen ihr Leben lassen mussten. Doch glücklicherweise kam der Mediziner Edward Jenner im Jahre 1796 auf die Idee, durch eine gezielte Infektion das menschliche Immunsystem zu beeinflussen und nachhaltig zu stärken - auch wenn damals die Existenz und Wirkungsweise von Krankheitserregern wissenschaftlich noch nicht ausreichend erforscht war.
Daraufhin wurden in den folgenden Jahrzehnten verschiedene Impfstoffe entwickelt, durch welche die lebensgefährlichen Seuchen wie zum Beispiel Pocken oder Pest eingedämmt werden konnten.
Heutzutage ist es für uns völlig normal geimpft zu werden, um gegen gefährliche Krankheiten wie Diphtherie, Mumps, Masern oder Röteln vorbeugen zu können. Die Impfung selbst erfolgt entweder per Injektion, also per Spritze, oder in Form einer Schluckimpfung, die oral eingenommen wird. Bereits im frühen Kindesalter werden Schutzimpfungen verabreicht, die dann in regelmäßigen Abständen wieder aufgefrischt werden müssen.
Bei den meisten Schutzimpfungen müssen Erwachsene eine Auffrischung alle zehn Jahre vornehmen lassen. Leider ist es aber so, dass nur wenige erwachsene Menschen diese Möglichkeiten wahrnehmen. Ein Hauptgrund, weshalb nur so wenige Menschen bei uns mit den entsprechenden Krankheiten infiziert werden ist die Tatsache, dass die Kinder so gut geimpft sind und kaum eine Ausbreitung erfolgt. Vor Reisen in andere Länder ist es deshalb zwingend notwendig, seine Impfungen rechtzeitig auffrischen zu lassen, weil dort diese Krankheiten sehr viel häufiger verbreitet sind. Glücklicherweise erfordern die Einreisebestimmungen vieler Länder, insbesondere in Asien und Afrika, dass nur eine Einreise gewährt wird, wenn entsprechende Impfungen nachgewiesen werden können.
Sollte man sich nicht sicher sein, welche Impfungen bei einem selbst aufgefrischt werden müssen, so sollte man in seinen Impfpass schauen oder sich vom Hausarzt beraten lassen.